Kunstkörperlich-Körperkünstlich 3, Bodies

Vom 18. Juni bis 18. September wird in der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück die Ausstellung “Kunstkörperlich-Körperkünstlich 3, Bodies” gezeigt.

Das Thema der dreiteiligen, im Jahr 2006 begonnenen Ausstellungsreihe ist die Körperwahrnehmung beziehungsweise das moderne Körperbild in den Konzepten aktueller Objekt- und Installationskunst.

Seit den 1960er Jahren hat die dreidimensionale Kunst durch die Erweiterung des Skulpturenbegriffs neue Anstöße erfahren. Auch das Aufbrechen gesellschaftlicher Tabuthemen wie Sexualität und Gewalt in den 1960er und 1970er Jahren in den USA und in Europa hat zu Neuinterpretationen des Menschenbildes beigetragen. Und schließlich wurden Künstler, die sich mit dem Sujet des Menschenbildes beschäftigen, auch durch die Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Medizin, der internationalen Modekultur, der Werbung, den Massenmedien und dem Film mit seinen Spezial-Effekt-Möglichkeiten inspiriert. Neue Entwicklungen und aktuelle Kunstäußerungen zum Thema sind unter anderem durch Künstler wie Vanessa Beecroft, Damian Hirst oder Marc Quinn angestoßen worden.

Das Interesse von Objekt- und Installationskünstlern an neuen Werkstoffen und an Materialexperimenten hat dazu geführt, dass verstärkt mit chemischen (Kunst-)Stoffen oder beispielsweise auch mit Substanzen, die im Bereich der Illusionstechniken der Filmindustrie Verwendung finden, gearbeitet wird.

So breit gefasst die Experimente mit neuen Materialien sind, so komplex sind auch die Ausdrucksmöglichkeiten und Themen zu den verschiedenen Aspekten der Körperlichkeit.

An aussagekräftigen Beispielen von Künstlerinnen und Künstlern aus den USA, Asien und Europa ist diese neue Entwicklung in der Kunst bereits in zwei Ausstellungsprojekten der Osnabrücker Kunsthalle (2006, 2008) vorgestellt worden. Dabei haben die Künstler in aktuellen Arbeiten Widersprüche der modernen Leistungsgesellschaft und ihre Konsum- und Unterhaltungskultur in den Fokus genommen und politische, gesellschaftliche Verwerfungen und moralische Defekte thematisiert.

Folgende Künstlerinnen und Künstlern sind in der Ausstellung vertreten: Vanessa Beecroft, Heinrich Brummack, Baldur Burwitz, Gildas Coudrais, Wim Delvoye, Birgit Dieker, Brad Downey, Gregor Gaida, Peter Gilles, Till F. E. Haupt, Barbara Heinisch, Damian Hirst, John Isaacs, Marc Jenkins, Franticek Klossner, Clemens Krauss, Sherrie Levine, MARCK, Max Mohr, Gianni Motti, Orlan, Mark Quinn, Deborah Sengl, Daniel Spoerri, Yukiko Terada, Nikola Torke und Erwin Wurm.

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